Der intelligente aktive Überströmer freeAir plus – mehr Effizienz, noch weniger Leitungen

Beim neu entwickelten intelligenten aktiven Überströmer freeAir plus handelt es sich um eine konsequente Ergänzung des Außenwand-Lüftungsgeräts freeAir 100. Das freeAir plus ermöglicht es, weitere Räume nach dem Prinzip der gesteuerten Kaskadierung ganz ohne zusätzliche Lüftungsleitungen an die Wohnraumlüftung anzuschließen. Das ist insbesondere für die Bestandssanierung eine interessante Option.

Überströmer freeAir plus - Funktion

Ebenso wie das Lüftungsgerät freeAir 100 wird auch der aktive Überströmer freeAir plus über Sensoren gesteuert. Je ein VOC-, Temperatur- und Luftfeuchtesensor messen die Luftqualität abwechselnd im angeschlossenen Raum (z. B. Schlafzimmer) und im jeweiligen Außenraum (z. B. Wohnzimmer) und sorgen zur richtigen Zeit für einen Luftaustausch. Dafür sind weder Lüftungsleitungen noch externe Bedienelemente oder Sensorleitungen erforderlich. Das freeAir plus benötigt lediglich einen Stromanschluss und wird einfach in die Wand zwischen den Räumen eingesetzt.

Je nach Größe der zu belüftenden Wohneinheit reduzieren sich durch den Einsatz des aktiven Überströmers freeAir plus nicht nur die Anzahl der Lüftungsleitungen, sondern auch die Anzahl der benötigten Außenwand-Lüftungsgeräte und damit die Investitionskosten. Neben einem geringeren Planungs- und Installationsaufwand bietet der freeAir plus auch Vorteile in Sachen Energieeffizienz: Das Gerät kommt mit einer Betriebsenergie von durchschnittlich 1 Watt aus. Möglich wird das, weil das freeAir plus bei einer hohen Luftqualität des angeschlossenen Raums (beispielsweise des tagsüber ungenutzten Schlafzimmers) die Lüftung automatisch auf ein Minimum herunterfährt.

Planungsbeispiel:
Für die Belüftung dieser 3-Zimmer-Wohnung ist durch den Einsatz von zwei aktiven Überströmern freeAir plus nur ein Außenwand-Lüftungsgerät mit einem Zweitraum-Abluft-Anschluss erforderlich

freeAir 100 Lüftungssysteme im Beton-Look auf die Baustelle

Lüftungssystem in Fertigbetonwand

Mit dem Neubau des Münchener Förderzentrums Giesing entstehen 36 Behindertenwohnungen, 54 Förderstättenplätze und ein Therapiebad, ausgerüstet mit dezentralen bedarfsgeführten Lüftungssystemen mit Wärmerückgewinnung. Das Passivhausgebäude wird komplett mit Betonfertigteilen realisiert, die Lüftungsplanung stellte somit hohe Anforderungen an das Projektteam. Die Lösung ist bis dato einzigartig: Sämtliche Lüftungssysteme vom Typ „freeAir 100“ wurden komplett in Betonfertigteilen vergossen, inklusive abgedichteter Zweitraum Zu- und Abluft-Anschlüsse, und direkt auf der Baustelle verbaut. Die Lüftungsrohre werden nach dem Setzen der Elementdecke in der Decke verzogen und in die Deckenluftdurchlässe gesteckt. Die Lösung garantiert eine höhere Dichtigkeit des Gebäudes sowie eine leichte Montage. Zusätzliche Luftverteilkästen sind nicht erforderlich. Die Vorfertigung des Betonmoduls ermöglicht zudem rationelle und wirtschaftliche Bauabläufe und spart enorme Baukosten ein. Um die Fassadenoptik des vierstöckigen Gebäudes zu erhalten, fiel die Entscheidung zugunsten der dezenten Fensterleibungslösung. Ein Beton-Musterteil ist auf der BAU 2015 in München, Halle B2 Stand 138 (bluMartin GmbH) zu sehen.

Das Besondere an diesem Bauvorhaben war sicherlich die bahnbrechende Entscheidung des gesamten Projekt-Teams, ein Lüftungssystem komplett in Stahlbeton-Fertigwände zu integrieren. Die Betonarbeiten übernahm die Firma Dobler GmbH & Co. KG, Spezialist für Betonfertigteile in Kaufbeuren. Die Stiftung ICP München ist der Bauherr des Projektes, die Planung machte das Ingenieurbüro Lutzenberger, Mindelheim. Den Baustil betreute das Architekturbüro Batzer+Hartmann Planungsgesellschaft mbH aus Fürstenfeldbruck, Generalunternehmer ist Krämmel GmbH & Co. Bauunternehmung KG aus Wolfratshausen. Die passivhauszertifizierten Lüftungssysteme „freeAir 100“ lieferte bluMartin GmbH aus Weßling.

Effizientes Bauen – die 55 fertig angeschlossenen Rohbaukästen kommen in Beton-Fertigteilen per LKW auf die Baustelle und werden vor Ort verbaut. Analog zum Baufortschritt werden später nur noch die Außenhauben montiert und die Lüftungsgeräte in die Rohbaukästen geschoben. Das innovative Projekt ist das erste dieser Art und setzt Maßstäbe für effizientes Bauen mit dezentraler Lüftung im Beton

Gesünder Wohnen

„freeAir 100“ Lüftungssystem mit einzigartiger Bedarfsführung

Luftfeuchtigkeit Wohnraumlüftung

Jede Kurve ist ein Messwert für die relative Feuchtigkeit, gemessen über ein Jahr an 43 Kundenprojekten. Der Behaglichkeitsbereich liegt zwischen 30% und 60%.
Weßling, 19. Februar 2015. Moderne Wohngebäude brauchen eine innovative Gebäudetechnik. Auch durch veränderte Lebenssituationen ist eine ausreichende Fensterlüftung nicht mehr zumutbar. bluMartin hat das Lüftungssystem „freeAir 100“ mit einer intelligenten Sensortechnik ausgestattet. Insgesamt 8 Sensoren messen permanent CO2, Feuchtigkeiten und Temperaturen und regeln so die Lüftung automatisch und exakt nach Bedarf. Dieser Entwicklungsfortschritt gewährleistet eine komplett nutzerunabhängige Lüftung von Wohnungen im Gebäudebestand und im Neubau. Die automatische Regelung sorgt Sommer wie Winter unter anderem für ein intelligentes Feuchtemanagement. Die im Diagramm dargestellten Feuchtigkeitsmonatswerte stammen aus 43 verschiedenartigen Kundenobjekten. Die Ergebnisse zeigen, dass weder eine regelmäßige Feuchterückgewinnung im Wärmetauscher notwendig ist, noch dass es einer zusätzlichen Befeuchtung in den Räumen bedarf. Die Bedarfsführung sorgt also durch die Reduzierung der Luftmengen auch für ein gesünderes Wohnklima. Mehr zu diesem Thema auf der ISH 2015 in Frankfurt, Halle 11.1, Stand B08.

Erfolgreiches Feuchtemanagement

Die Lüftungssoftware „freeAir-Connect“ sammelt permanent alle relevanten Daten, die dem Nutzer den Nachweis bringen, dass das Feuchtemanagement in Zusammenhang mit der Bedarfsführung sehr gut funktioniert. Der Anwender kann jederzeit ablesen, wie viel Energie er mit dem „freeAir 100“ Lüftungssystem einspart. Die Software liefert neben den Energiewerten und den klassischen Geräteinfos auch Angaben zu den Betriebsstunden. Die wichtigsten Kennzahlen werden anhand der vorherrschenden Umgebungsparameter gemessen und jeweils in CO2-, Feuchtigkeits- und Temperaturwerten angegeben.

freeAir Connect Software macht Energieeinsparung sichtbar

Die Heizenergie macht in Deutschland ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs aus. Mit der Passivhaus-Bauweise lässt sie sich um bis zu 90 Prozent reduzieren. Neben der Dämmung und den Fenstern spielt die Lüftung dabei eine zentrale Rolle. Mit dem für Passivhäuser zertifizierten Lüftungsgerät „freeAir 100“ von bluMartin können in der Praxis mehr als 90 Prozent der Wärmeenergie zurückgewonnen werden. Die Software „freeAir Connect“ macht diese Energieeinsparung in ihrer neuen Version 1.22 sichtbar und zeigt so den Beitrag der intelligenten Lüftungstechnik zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz.

Alle Daten lassen sich in ihrem zeitlichen Verlauf am PC mit einem Klick grafisch darstellen. Möglich wird dies, weil das Lüftungsgerät „freeAir 100“ von bluMartin mit seinen 8 Sensoren als Datenlogger funktioniert und Werte zu CO2-Konzentration, Feuchtigkeitsgehalt und Wärmerückgewinnung permanent mitschreibt. So wird die Auswertung der Verbrauchswerte zum Kinderspiel. Die Grafik verdeutlicht eindrucksvoll das hervorragende Verhältnis der zurückgewonnenen Wärmeenergie zur Betriebsenergie des Lüftungssystems. Beachtlich ist auch die Kälterückgewinnung zur Kühlung im Sommer.

Energieeffizienz gewinnt an Bedeutung – Neben einem behaglichen und gesunden Raumklima zählt die Energieeffizienz für Bauherren inzwischen zu den Hauptfaktoren bei der Entscheidung zwischen unterschiedlichen Heiz- und Lüftungssystemen. Die technischen Daten zum Gerät ermöglichen einen ersten Vergleich des Stromverbrauchs und des Ertrags der Wärmerückgewinnung. Die zeitgenaue Ermittlung der Verbrauchswerte und Einsparungen im laufenden Betrieb erforderte bislang jedoch meist detektivischen Spürsinn. Die Software „freeAir-Connect“ schafft hier Transparenz. Es zeigt sich, dass das Lüftungsgerät „freeAir 100“ ein Verhältnis von 1:30 bis 1:50 von eingesetzter zu zurückgewonnener Energie aufweist und damit gegenüber Wärmepumpensystemen klar im Vorteil liegt.